Ein Bluesmusiker mit blauer Zehe

Schon als Teenager hat Norbert Schneider seine Leidenschaft für die Gitarre entdeckt, die Ausbildung zum Kindergärtner hat er abgebrochen und verdient seither als Musiker sein Geld. Doch trotz Rhythmusgefühls und Faibles für afroamerikanische Musik hat er sich bisher selten auf eine Tanzfläche gewagt. Im Interview spricht der Niederösterreicher über Freud und Leid des Tanzens und wie er 2005 Hurrikan Katrina entkommen ist.

Profitänzerin Conny Kreuter hat dieser Tage eine schwierige Aufgabe zu meistern, denn mit Norbert Schneider hat sie einen absoluten Tanzanfänger als Promi-Partner erwischt. Weder hat der Musiker als Jugendlicher die Tanzschule besucht, noch jemals auf Bällen getanzt, und selbst in der Disco stand er lieber lässig an der Bar. „Ich hab mich immer rausgehalten, wenn’s ums Tanzen ging. Recht viel mehr als ein-, zweimal Ausdruckstanz war da noch nicht von mir zu sehen.“

Dancing Stars-Kandidat Norbert Schneider

ORF.at/Sonia Neufeld

„Ich hab mich immer rausgehalten, wenn’s ums Tanzen ging"

Entsprechend überrascht ist der Niederösterreicher daher, dass ihm das Tanzen mit Conny so viel Spaß macht. Nach anfänglicher Skepsis zeigt er sich jetzt begeistert: „Ich erkenne mich gar nicht wieder. Das Tanzen ist echt cool, macht wirklich Laune.“

Ein Traum geht in Erfüllung

Norberts größte Leidenschaft ist aber nach wie vor das Musizieren. Erst vor Kurzem habe sich mit einem Auftritt im ausverkauften Wiener Konzerthaus ein langjähriger Traum erfüllt. „Das war ein Meilenstein, darüber hab’ ich mich wirklich gefreut. Ich habe ja davor schon einmal im Konzerthaus gespielt - vor nur zwei Leuten, im Vorprogramm von B. B. King", erinnert sich der Musiker und weiß es daher zu schätzen, vor „voller Hütte“ zu spielen. „Ich schwebe noch immer auf der Euphoriewelle.“

Dancing Stars-Kandidat Norbert Schneider

ORF.at/Sonia Neufeld

Sein Gitarrenlehrer begeisterte Norbert für Blues und Jazz

Leute mit seiner Musik zu begeistern, das war auch der Grund, weshalb er sich schon als Teenager dazu entschlossen hat, alles auf eine Karte zu setzen. Einen Mentor fand Norbert in seinem Gitarrenlehrer an der Kindergartenschule in Mistelbach. „Er hat mein Talent erkannt und hat mir früh Sachen vorgespielt, zu denen man als 16-Jähriger sonst keinen Bezug hat, vor allem Blues und Jazz.“

„Habe den Schritt nie bereut“

Der Gitarrenlehrer war es auch, der Norbert seinen ersten Gig vermittelte, als Teil einer Band beim 25-jährigen Schuljubiläum. „Da hat’s mir zum ersten Mal so richtig die Sicherungen rausgehaut, und ich hab mir gedacht: ‚Ok, genau das will ich für den Rest meines Lebens machen. Ich möchte auf einer Bühne stehen, die Leute unterhalten und Musik machen‘.“

Also entschloss sich der damalige Teenager, die Kindergartenschule abzubrechen und eine Karriere als Musiker anzustreben. Der heute 37-Jährige hat den Schritt nie bereut. „Die Bedürfnisse eines 18-Jährigen sind ohnehin nicht besonders hoch und bei mir ist das immer parallel gewachsen: Wenn die Ansprüche gestiegen sind, habe ich mit der Musik auch mehr verdient und so ist das stetig bergauf gegangen. Sehr langsam, aber doch bergauf.“

Hurrikan Katrina entkommen

Als Gitarrist in der Hausband eines ehemaligen Wiener Bluesclubs lernte Norbert viele amerikanische Musiker kennen. 2005 überquerte er dann selbst den Atlantik, reiste nach Memphis, Miami - und New Orleans, die Wiege des Blues und Jazz. „Auf New Orleans habe ich mich am meisten gefreut, weil ich Musiker aus der Stadt kannte und mit ihnen gemeinsam gespielt habe.“

Dancing Stars-Kandidat Norbert Schneider

ORF.at/Sonia Neufeld

Der Musiker war während Hurrikan Katrina in New Orleans

Der Trip wurde jedoch zum Albtraum, als sich Hurrikan Katrina ankündigte: „Das war schon dramatisch, weil es sich herumgesprochen hat, dass der Flughafen geschlossen wird, und daher war er bummvoll, jeder wollte raus aus der Stadt“, erzählt der 37-Jährige über seine Erlebnisse. Zu seinem Glück hat er einen der letzten Flüge aus der Stadt erwischt. „Ich war auf Standby und hätte jeden Flug genommen, Hauptsache weg. Ich bin dann nach Detroit geflogen, einfach nur, um wegzukommen.“

Erste Blessuren

Er nehme die Dinge so, wie sie kommen und versuche immer, das Beste aus allen Situationen herauszuholen, so auch jetzt bei „Dancing Stars“. „Ich mache eh die meiste Zeit gar nichts, das kann ich am besten. Aber wenn ich etwas mache, dann tigere ich mich da auch richtig rein und bin gewillt, dazuzulernen.“ Das „Reintigern" zieht bereits erste Konsequenzen nach sich. „Ich hab eine blaue Zehe, sechs Blasen, das Kreuz hab ich mir schon verrissen und der Hintern hat drei Tage lang so komisch gezogen.“

Maresa Mayer, dancingstars.ORF.at

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