Wem Niki Hosp die Treue hält

Mit dem Rennfahren hat Niki Hosp vor geraumer Zeit Schluss gemacht, dem Skisport ist die Tirolerin dennoch treu geblieben - sie hat das Starthaus gegen die ORF-Kommentatorenkabine getauscht. Doch was die ehemalige Spitzensportlerin am meisten genießt, ist die neu gewonnene Freiheit und die Zeit in ihrer Tiroler Heimat.

Am 1. Juni 2015 hatte Niki Hosp genug, sie verkündete ihren Rücktritt vom aktiven Skisport. Die mehrfache Medaillengewinnerin von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen zog sich ins Privatleben zurück - fast. Denn dem Skifahren ist die Tirolerin in ihrer Sportlerpension weiterhin treu geblieben. So kommentiert sie seit geraumer Zeit für den ORF diverse Damenrennen und präsentiert im Vorfeld mit ihren Kamerafahrten die Kurse.

Niki Hosp

ORF.at/Maresa Mayer

Niki Hops wechselte vom Starthaus in die Moderatorenkabine

„Der erste Einsatz war schon sehr aufregend für mich. Mein erstes Rennen, das ich kommentieren durfte, war in Sestriere und es war extrem eisig“, erinnert sich die 33-Jährige. Zwischen Stangen auf einer Eispiste zu fahren, brauche ein spezielles Training - auch als Rennfahrerin. Selbst für Niki kein leichtes Unterfangen, wenn man die Brettl’n nur mehr zum Vergnügen anschnallt. Darüber hinaus nahm Niki in Italien das erste Mal in der Kommentatoren-Kabine Platz: „Ich hatte kein Coaching, ich wurde beinhart ins kalte Wasser geworfen“, erzählt sie.

Schwierige Wortwahl

„Das war eine Riesenherausforderung für mich und schon sehr, sehr schwierig – nicht nur in der Wortwahl, sondern auch bezüglich der Kritik, dass sie nicht zu heftig ausfällt“, resümiert die Tirolerin. Sie wisse, welche Leistung die Sportlerinnen im Training bringen würden. „Wenn sie dann im Rennen nicht so gut fahren, will ich sie nicht zu negativ bewerten.“

Heliskiing in Russland

Nicht nur im Skizirkus mischt die Ehenbichlerin weiterhin mit. Auch Hobbysportler mit genügend Kleingeld haben die Möglichkeit, mit der Riesenslalom-Weltmeisterin eine Woche beim Heliskiing zu verbringen: an einem ganz speziellen Ort, auf der Halbinsel Kamchatka im äußersten Nordosten Russlands. Die etwa 1.400 km lange und bis zu 450 km breite Halbinsel wird im Westen vom Ochotskischen Meer, im Osten vom Pazifischen Ozean und im Norden von der Beringsee begrenzt.

Niki Hosp

ORF.at/Maresa Mayer

Ein Traum auch für Hobbysportler: Helisikiing im Vulkangebirge

„Es ist unbeschreiblich dort, ein Vulkangebirge mit endlosen Weiten und dadurch fallen die Hänge so gleichmäßig ab, dass man mehr oder weniger von jeder Seite den Berg runterfahren kann“, schwärmt die 33-Jährige. Teilweise schwinge man buchstäblich am Strand ab. Es gebe auch aktive Vulkane, in die man hineinfahren könne. „Ab April wachen dann die Bären auf und da kann es schon passieren, dass man sie beim Runterfahren beobachten kann. Es ist wirklich unglaublich.“

Zehn Monate im Jahr unterwegs

Langweilig wird der ehemaligen Spitzensportlerin also nicht. Im Gegenteil, sie genießt es jetzt, mehr Zeit in ihrer Heimat verbringen zu können. „Als ich noch im Skizirkus aktiv war, bin ich zehn Monate im Jahr unterwegs gewesen. Zwischen Mitte September und Mitte April war ich vielleicht zehn Tage zu Hause.“ Das sei nicht leicht gewesen.

Stadtleben ist gewöhnungsbedürftig

Auch den Wochen oder Monaten bei „Dancing Stars“ in einem Hotel sieht die Tirolerin mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie sei zwar gerne in Wien, aber das Stadtleben sei einfach anders. „Hier geht jeder seinen Weg. Wo ich herkomme, kennt jeder jeden und man grüßt und redet mit jedem, es ist nicht so hektisch wie in der Stadt. Und wenn man eine Stadt nicht gewohnt ist, ist das schon auch ein bisserl schwierig.“

Flucht mit dem Rad

Niki freut sich darüber, in einem „Superteil von Wien“ untergebracht zu sein, gleich in der Nähe des Schönbrunner Schlossparks. Sie werde das nächste Mal mit dem Auto ihr Rad mitnehmen, „damit ich dann ins Ländliche flüchten kann. Erfahrungsgemäß brauch’ ich das“, weiß sie. Da die Tirolerin bei „Dancing Stars“ nicht mitmache, um in der „vierten oder fünften Runde auszuscheiden“, sollten sich ein paar Radttouren spielend ausgehen.

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