Thomas Kraml und Ana Milva Gomes

ORF.at/Gregor Tatschl

„Wir sind an unsere Grenzen gegangen“

Sie wurden als perfektes Paar bezeichnet und brechen bei der Jurybewertung regelmäßig alle Rekorde. Wieviel Arbeit hinter ihrem Weg zum Halbfinale steckt und was das Geheimnis ihres Erfolges ist, erzählen Ana Milva Gomes und Thomas Kraml im Interview.

Selten hat ein Paar durchgehend so gute Kritiken für ihre Performances bekommen wie Ana Milva und Tanzpartner Thomas. In der achten Sendung erreichten sie gar zweimal 40 Punkte, das hat es in der Geschichte von „Dancing Stars“ überhaupt noch nie gegeben. Doch die beiden denken nicht daran, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen.

Fast wie Geschwister

„Wir haben uns aufeinander eingegroovt“, meint Tanzprofi Thomas, der schon seit fünf Jahren im „Dancing Stars“-Team mit dabei ist. Der Unterschied zum Anfang dieser Staffel sei, dass man mittlerweile genau wisse „was der andere für einen Knall hat“. Das sei praktisch, weil man kenne sich jetzt ja schon fast so gut wie Geschwister.

Ana Milva und Thomas beim Paarinterview

ORF.at/Gregor Tatschl

Bei Ana Milva braucht Thomas kein Pokerface

Ana Milva erzählt, dass sie sich am Anfang schwer getan habe mit Thomas’ Pokerface, wie sie es nennt. „Das kann ich aber inzwischen sehr gut deuten. Ich kann durch die Coolness-Schicht durchschauen“, so die Musicaldarstellerin schmunzelnd. Und weiter: „Er ist so ein Lieber!“ Von ihr aus habe die Chemie sofort gestimmt und nachdem sie sich im Vorfeld ein paar Videos angeschaut hatte, habe sie sich gedacht: „Der ist geil. Wäre schon cool, wenn ich den bekomme.“ Und als dann die zwischenmenschliche Chemie auch noch stimmte, war für sie klar: „Sky is the limit.“

Die Seele öffnen

Obwohl Ana Milva als Musicaldarstellerin an das Rampenlicht gewöhnt ist, sei „Dancing Stars“ doch eine ganz andere Herausforderung für sie: „Sonst sitze ich in einer Box und spiele die Wand an. Bei ‚Dancing Stars‘ ist das Publikum überall und ich muss mich auf einen Partner verlassen.“ Der große Unterschied zur Bühne sei auch, dass dort irgendwann der Vorhang zugehe und man durch den Hinterausgang verschwinden könne, wirft Thomas ein. „Ob du willst oder nicht, du kannst dich bei ‚Dancing Stars‘ nicht verstellen und du musst dich daran gewöhnen, dass immer Mikros und Kameras dabei sind. Trotzdem muss man loslassen, abgesehen vom Tanzen, wo man eh schon seelisch nackt ist, weil jemand, der wirklich tanzt, der öffnet seine Seele.“

Ana Milva und Thomas beim Paarinterview

ORF.at/Gregor Tatschl

„Wer tanzt, ist seelisch nackt“

Die beiden sind sich einig, dass sich das Publikum wohl kaum vorstellen könne, was für ein körperlicher und mentaler Druck das Ganze sei. „Es ist eine Grenzerfahrung. Der Druck, den ich diesmal verspüre, ist größer als in jeder anderen Staffel. Ich werde mit den Choreografien später fertig als in den Jahren zuvor“, erzählt Thomas Kraml. Schließlich wäre es grob fahrlässig, das Talent, das Ana mitbringe, nicht adäquat zu präsentieren.

Unfairer Wettbewerb?

Den Vorwürfen, dass Ana Milva beim Wettbewerb einen Vorteil durch ihre Musicalausbildung hätte, begegnen die beiden gelassen. „Ich arbeite genauso hart wie alle anderen“, sagt die 35-Jährige. „Die Leistung ist genau die gleiche. Ich habe genauso viele Stunden und Thomas macht es noch extra schwer für mich.“ Thomas dazu: „Es ist ungerecht, wenn man Ana das vorwirft, weil wir beide uns das erarbeitet haben.“ Der Wettbewerbsgedanke mache die Show zwar spannend, aber wenn man wirklich von einem Wettbewerb redet, dann sei es zum Beispiel auch unfair, jemanden antreten zu lassen, der hunderttausende Fans mitbringt, die für ihn voten.

Ana Milva und Thomas beim Paarinterview

ORF.at/Gregor Tatschl

„Ana ist kompromisslos und ehrlich“

Thomas Kraml findet über seine Tanzpartnerin überhaupt nur gute Worte: „Dass man Ana beim Tanzen gern zuschaut, hat ganz viel mit ihrer Persönlichkeit zu tun, mit der Leidenschaft und Liebe für die Bühne und dafür, die Leute zu unterhalten. Was ich an ihr sehr schätze: Sie ist wahnsinnig kompromisslos und ehrlich, was zwischenmenschliche Beziehungen betrifft. Ich glaube, sie hat ein Erinnerungsvermögen wie ein Elefant, wenn jemand unkorrekt ist oder falsch, dann vergisst sie das nicht. Das ist auch ein Statement, dass man mit sich selber im Reinen ist und hinter seiner Meinung steht.“

Was übrig bleibt

Was sie von „Dancing Stars“ - außer vielleicht einem Plastikstern - mitnehmen werden? Ana Milva beschreibt die Zeit als Achterbahn der Gefühle: „Ich bin wirklich an meine Grenzen gegangen. Ich habe gelernt, mit Druck umzugehen, Vertrauen in eine andere Person zu fassen, meine Ängste zu überwinden und weiterzumachen, weil ich gemerkt habe, dass mein Körper viel mehr kann als ich dachte.“ Abschließend fasst Thomas zusammen: „Das spreche ich jetzt zum ersten Mal aus: Ich habe das Gefühl, dass sich Ana in ihrer ganzen Karrierelaufbahn immer auf sich selbst verlassen hat müssen und sich sehr viel auch selbst erkämpft hat. Die Tatsache, dass man hier als Team arbeiten muss, weil es sonst nicht funktioniert, das nimmt sie sicher aus dieser Sendung mit und auch, dass da eine zweite Person ist, die ausnahmslos Gutes für sie will. Ich glaube, das hat sie in diesem Ausmaß noch nicht gekannt.“

Sonia Neufeld, dancingstars.ORF.at

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