Nicole Wesner beim Tanzen.

ORF.at/Simone Neugebauer

„Pfeif’ auf deinen Lebenslauf“

Sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und ist mehr als erfolgreich damit. Box-Weltmeisterin Nicole Wesner hätte in jungen Jahren aber beinahe einen anderen Weg eingeschlagen, hätte ihr nicht etwas Essenzielles gefehlt: ein Tanzpartner.

Einfach den Job an den Nagel hängen und das tun, was man liebt? Nicole Wesner ist ein Paradebeispiel dafür, dass man im Leben alles erreichen kann, was man sich vornimmt. „Wenn man morgens mit dem Gedanken ‚Das ist mein Ding‘ aufwacht und mit dem gleichen Gedanken ins Bett geht, dann ist verdammt viel möglich“, erzählt die studierte Wirtschaftswissenschafterin.

Damals, vor etwa neun Jahren, hat sich die nun fünffache Weltmeisterin eine Auszeit von ihrem Job im Marketing-Management genommen, um dem Boxen mehr Platz in ihrem Leben zu verschaffen. „Ich wollte einmal einen richtigen Kampf machen. Dann bin ich zu einem Boxclub gewechselt und hatte tägliches Training zweimal am Tag.“ Die Wahl-Wienerin setzte alles auf eine Karte und beschloss, sich ein halbes Jahr nur darauf zu konzentrieren. „Manche machen eine Weltreise, ich geh’ boxen“, lacht Nicole.

Gegen die Vernunft

Anfangs hörte Nicole von mehreren Seiten, sie solle doch vernünftig werden, und was sie denn in ihrem Alter noch erreichen wolle. Nachdem sich die gebürtige Deutsche dann selbst Gedanken über ihren eingeschlagenen Weg gemacht hatte, fand Nicoles Masseur genau die richtigen Worte: „Pfeif’ auf deinen Lebenslauf. Leb’ dein Leben. Wenn du Boxen willst, dann geh boxen.“

Nicole Wesner im Ring.

Johannes Stamcar

Nicole lebt ihr Lebensmotto: Wenn du boxen willst, geh boxen

In jungen Jahren schwang die jetzt 41-Jährige lieber das Tanzbein als die sauberen Haken. Die Tanzschule war praktisch ihr zweites Zuhause - Nicole besuchte alle Kurse, die angeboten wurden. Sie schaffte es sogar zum Tanz-Leistungsabzeichen in Gold. Sehr zu Nicoles Bedauern wurde ihr jedoch der Schritt zum Turniertanzen verwehrt: „Ich habe damals leider keinen Tanzpartner gefunden. Ohne Tanzpartner ist kein Turniertanz möglich“, erzählt die Box-Weltmeisterin.

Nicole ist überrascht, dass sie doch noch so viel von ihrer Tanzschulzeit weiß. Wobei man die Tanzschule und das Training mit Profitänzer Dimitar Stefanin überhaupt nicht vergleichen könne. Aus ihrer Sicht sei es, als ob man Boxen in einem Fitnesscenter oder in einem richtigen Boxclub lerne.

Kampfsport im Turnunterricht

Verständigt sich die Kölnerin beim Boxen vordergründig mit ihren Fäusten, kann sie außerhalb des Rings in sechs verschiedenen Sprachen kommunizieren. Das würde weniger am Talent dafür liegen, sondern eher am Interesse an den jeweiligen Ländern. Genauso, wie ihrer Meinung nach das Erlernen von Sprachen in Schulen effizienter gestaltet werden könnte, sollte man auch den Sportunterricht vielfältiger gestalten.

Die Expertin kann zwar nachvollziehen, dass Boxen wegen der Gefahr eines Schlages ins Gesicht nicht die ideale Schulaktivität wäre, aber es gäbe auch einige harmlosere Kampfsportarten wie etwa Judo oder Olympisches Ringen. Auch Tanzen sollte ihrer Meinung nach ins Fach „Bewegung und Sport“ aufgenommen werden, denn wie etwa mit Paartanz können Männer bzw. Buben viel mehr im Leben anfangen als Bälle durch die Gegend zu werfen.

Nicole und Dimitar

ORF.at/Sonia Neufeld

Sowohl Jury als auch Publikum waren von ihren bisherigen Darbietungen überzeugt

„Das ist der Moment“

Cha-Cha-Cha, Wiener Walzer, Quickstep, Rumba und SlowFox konnten Nicole und Partner Dimitar bereits zum Besten geben. Sowohl die Juroren als auch das Publikum waren von ihren bisherigen Darbietungen überzeugt. Damit liegt das Dreamteam nun punktemäßig im guten Mittelfeld.

Auf die Liveshows freut sich Nicole immer sehr, nervös ist sie dennoch ein bisschen, vergleichbar mit den Boxkämpfen im Ring: „Man trainiert ewig lange für dieses Ziel, aber trotzdem ist man aufgeregt. Es sind Leute da, man setzt sich unter Druck. Da muss man sich selbst umprogrammieren und sagen: ‚Hey, das ist der Moment, für den wir trainieren. Genieß‘ es!’“

Simone Neugebauer, dancingstars.ORF.at

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