Balázs Ekker
ORF/Hans Leitner
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Porträt

Balázs Ekker

Er redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, und seine Kritik kann schärfer sein als ungarischer Paprika. Seit seinem Wechsel vom „Dancing Stars“-Parkett auf den Jury-Platz im Jahr 2012, ist kein Tanzpaar vor Balázs Ekkers strenger, aber ehrlicher Beurteilung sicher. Für Performances, die dem 44-jährigen Ungarn sehr gut gefallen, gibt er jedoch auch gerne mal die volle Punktezahl.

Wenn er nicht gerade im „Dancing Stars“-Studio Kandidatinnen und Kandidaten bewertet, steht Balázs Ekker in seinem Tanzstudio in Wiener Neustadt und lehrt Amateuren nicht das Fürchten, sondern das Tanzen. Der Spaß am Tanzsport darf beim leidenschaftlichen Kitesurfer nämlich nicht zu kurz kommen. Gemeinsam mit seiner Frau Alice Guschelbauer, der er 2007 live im „Dancing Stars“- Studio das Ja-Wort gegeben hatte, betreibt Balázs ein weiteres Tanzstudio in seinem Geburtsort in Ungarn.

Seit der ersten Staffel mit dabei

Der für seine direkten und klaren Aussagen bekannte Juror wurde 1999 Mambo-Welt- und Europameister und ist mehrfacher österreichischer Profistaatsmeister in lateinamerikanischen Tänzen. Von 2005 bis 2011 war er bei „Dancing Stars“ selbst als Profitänzer aktiv und tanzte unter anderem mit Arabella Kiesbauer und Jeannine Schiller.

Balázs Ekker mit Astrid Wirtenberger
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In der sechsten Staffel die „Dancing Stars“: Balázs Ekker mit Sängerin Astrid Wirtenberger

Nach seinem Sieg mit Sängerin Astrid Wirtenberger in der sechsten Staffel erhielt er das Angebot für den Wechsel zur Jury. Der studierte Betriebswirt findet es „sehr optimal“, wie es bei ihm abgelaufen sei. Er sei als Tänzer lange dabei gewesen, habe alle Arten von Partnerinnen kennenlernen und viele Facetten erleben und ausprobieren dürfen, so Balász über seine Zeit als „Dancing Stars“-Profi.

Kein Blatt vor den Mund

Seine Direktheit polarisiert, dennoch ist sich Balázs seiner Verantwortung als Jury-Mitglied bewusst. Der 44-Jährige ist der Überzeugung, man müsse die Leistung der Tänzer sachlich beurteilen. Kritik werde oft negativ ausgelegt, jedoch bewerte er den Tanz und die Darbietung, nicht die Person selbst. Wie schafft man es als Dancing Star also, dem strengen Juror eine höhere Punktezahl zu entlocken?

Gesamtpaket muss stimmen

„Tanzen ist eine komplexe Sache. Tanzen ist nicht nur Technik, nicht nur Ausstrahlung, nicht nur Bühnenpräsenz – es ist viel komplexer“, erklärt er. In der ersten Hälfte der Staffel schaue Ekker vermehrt auf die Technik. Da stünde den Kandidatinnen und Kandidaten noch genügend Zeit zur Verfügung, das eine oder andere zu verbessern. Ab der siebenten Show mache es keinen Sinn mehr, den Kandidatinnen und Kandidaten Tipps zur Technik zu geben, denn da gehe es schon ums Finale, das alle erreichen wollen. Ab diesem Zeitpunkt ist Ekker mehr daran interessiert, dass das Gesamtpaket mit Show, Technik, Ausstrahlung, Einsatz und Dynamik zusammenpasst. Es bleibt also spannend, wer von den „Neo-Dancing-Stars“ den einzigen Mann in der Jury – Primaballerina Karina Sarkissova und Tanzprofi Maria Santner sind heuer mit dabei – diesmal überzeugen kann.