„Dancing Stars“-Jurorin Karina Sarkissova
ORF/Hans Leitner
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Porträt

Karina Sarkissova

Beim letztjährigen Finale musste sie coronavirusbedingt aussetzen – nun ist Karina Sarkissova in der „Dancing Stars“-Jury zurück. Mit ihren spitzen Kommentaren sorgte sie schon in vergangenen Staffeln für gehörigen Wirbel – auch heuer wird sie wieder ganz genau auf die Performance der Kandidatinnen und Kandidaten achten. „Dancing Stars“ sei keine Bühne zur Selbstvermarktung, so die Primaballerina.

Schon in der sechsten Staffel im Frühling 2011 hatte Sarkissova einen Gastauftritt in der Jury – mit ihren Bemerkungen hat sie seither für ein paar besonders große „Dancing Stars“-Momente gesorgt. Unvergessen sind etwa die Duelle, die sie sich 2019 mit dem Ex-Politiker Stefan Petzner im Ballroom lieferte.

Das Pandemiejahr entwickelte sich für Sarkissova dann zum Einschnitt: Vor dem Halbfinale infizierte sich die Baletttänzerin mit dem Coronavirus und konnte damit nicht an den letzen Shows teilnehmen. Im Vorjahr sprang für sie Maria Santner ein, die heuer neben Sarkissova in der Jury Platz nehmen wird.

„Sie hat mich damals gerettet“

„Ich freue mich sehr auf Maria. Sie ist eine sehr positive Persönlichkeit“, sagt Sarkissova über ihre neue Kollegin. „Sie hat mich damals gerettet“, zeigt sich die 38-Jährige dankbar für das spontane Einspringen Santners. Sarkissova ist zuversichtlich, was die neue Konstellation anbelangt: „Die neue Jury-Zusammenstellung ist natürlich eine Umstellung und wir müssen uns an die neue Atmosphäre gewöhnen. Ich bin mir aber sicher, dass wir ein positives Team bilden.“

Jury
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Die Jury besteht diesmal aus Karina Sarkissova, Balázs Ekker und Maria Santner

Pendeln für den Ballroom

Für „Dancing Stars“ wird die Primaballerina der Budapester Staatsoper zur Pendlerin und nimmt einen langen Arbeitstag in Kauf: Nach dem Training in Budapest fährt sie am Show-Freitag nach Wien. „Beim ORF angekommen, bereite ich mich auf den Abend vor. Ich verspüre eine positive Aufregung, bin aber nicht nervös, weil das ‚Dancing Stars‘-Team perfekt vorbereitet ist und gut zusammenarbeitet. Die ‚Dancing Stars‘- Liveshow ist dann ein toller Abschluss eines langen Tages“, so Sarkissova.

Während der Show schaut die 38-Jährige genau hin: Für sie zählt vor allem, dass „die Kandidatinnen und Kandidaten Respekt vor dem Tanz haben und ihre Teilnahme ernst nehmen. Sie sollen ‚Dancing Stars‘ nicht für Selbstvermarktung nutzen und müssen offen sein für Kritik, Schmerzen und Muskelkater.“ Somit dürfte wohl auch in der aktuellen Staffel mit scharfen Sprüchen zu rechnen sein.

Vorteil für Bühnenerfahrene

Eine Favoritin oder einen Favoriten hat sie noch nicht: „Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten“, sagt sie im Hinblick auf das Teilnehmerinnenfeld. Im Vorteil sieht sie vor allem jene Stars, die viel Bühnenerfahrung haben. „Ich kann mir vorstellen, dass Kandidatinnen und Kandidaten, die regelmäßig Live-Auftritte haben, sich auch bei ‚Dancing Stars‘ leichter tun.“

Auch wenn sie gerade nicht nach Wien für die große Show pendelt, ist Sarkissova mit viel Arbeit eingedeckt: „Ich stehe früh auf, frühstücke gemeinsam mit meinem Sohn und bringe ihn dann in die Schule. Danach trainiere ich bis zu zehn Stunden, sowohl selbst als auch in meiner Funktion als Choreografin. Am Abend bin ich ziemlich erledigt. Nachdem ich meinen Sohn ins Bett gebracht habe, kann ich mich noch ein wenig entspannen“, gibt die Ballerina einen Einblick in ihren Alltag.

„Genießt die positive Aufregung“

Bevor die Jurorin im Ballroom ihre Punkte vergibt, hat sie auch motivierende Worte für die Stars, die künftig vor ihr alles geben werden: „Ich wünsche den Kandidatinnen und Kandidaten viel Kraft, aber auch Geduld und positive Emotionen. Genießt die positive Aufregung vor den Auftritten und habt viel Spaß beim Trainieren!“